Samstag, 29. September 2007
Kommentar
mein lieber man, als ich mich eben an den PC hier in der brasilianischen Herberge gesetzt habe dachte ich noch ein paar neue Tagesberichte zu schreiben. Schnell vorher Emails lesen...! Und da sah ich dann 22 Kommentare zu meinem Bericht ueber den schnarchenden Moenchen. So, nun zu meinem Standpunkt:
Sicherlich kann ich im Nachhinein sagen, dass ich mich bestimmt nicht sehr klug ausgedrueckt habe, und das meine Aussage mit dem Musikantenknochen bei einigen Lesern uebel aufgestossen ist. Das tut mir wirklich leid. Die, die mich kennen wissen aber, dass ich wirklich ein friedlebiger Zeitgenosse bin und in meinen Beitraegen auch versuche auf ironische Art und Weise meine Erfahrungen auf dem Weg zu vermitteln. Vielleicht haette man es gemerkt, wenn man auch die aelteren Beitraege gelesen haette. Aber nun gut. Kommen wir nun zum Tathergang: Der "Schlag" war nicht uebermaessig heftig, so wie es die Reaktion einiger Leser vermuten laesst. Da habe ich vielleicht ein wenig uebertrieben. Auch den Musikantenknochen habe ich dabei hoechstwahrscheinlich nicht getroffen. Und ausserdem weisen einem vor dem Schlafengehen viele Pilger sogar darauf hin, sie doch ruhig durch einen "Klapps" wecken zu sollen, falls sie wieder einmal zu laut schnarchen sollten. Ich danke allen, die weiterhin meinen Blog verfolgen und mich in ihren Kommentaren zwar kritisiert, aber dies in einem angemessenen Rahmen, haben. Alle anderen werden ja leider, und das meine ich wirklich so, diesen Kommentar nicht mehr lesen, da sie von meinem Blog jetzt Abstand nehmen.
Zu einigen Kommentaren kann ich folgende Antwort geben:
Ich werde den Beitrag natuerlich nicht loeschen.
Er hat anschliessend noch bis in den fruehen Morgen geschnarcht, und ich habe ihm nicht den Schaedel eingeschlagen.
Ich habe mir dirkelt am Folgetag neue Ohrenstoepsel gekauft.
Ach, noch etwas am Rande. Den Moenchen habe ich am darauffolgenden Tag unterwegs wiedergetroffen. Wir haben uns wie schon am Tag zuvor, und am Tag davor, so wie am Tag der Tat und noch einen Tag danach einen guten Weg und "buen camino" gewuenscht. Es war ein sehr netter Kerl der in diesen Tagen so etwa die gleichen Etappen gelaufen ist wie ich. Ich denke nicht, dass er mir im Nachhinein besonders boese war, und das rechne ich ihm wirklich hoch an.
Also, sorry nochmal und euch allen alles, alles Gute! Wuenscht euch euer
Stephan
Dienstag, 25. September 2007
19.09.2007 - Fromista oder "Immer schoen auf den Musikantenknochen"
Sonntag, 23. September 2007
18.09.2007 - Castrojeriz oder "Und noch ein Stueck!"
17.09.2007 - Tardajos oder "Machs gut!"
Es hiess nun Abschied nehmen, denn Michael wuerde ich definitiv nicht wiedersehen. Er machte heute einen 200km Sprung mit der Bahn bis Leon. Er hatte sich beim Planen etwas verkalkuliert, und wuerde es sonst nicht mehr bis Santiago schaffen. Also - adios Michael, meld dich mal! Ich hatte keine Lust in Burgos zu bleiben und ging noch ein paar Kilometer weiter. Durch die ganzen Pausen kam ich erst um ca. 16 Uhr im insgesammt 25km entfernten Tardajos an. Und da die Welt ja sooo klein ist, und der Camino noch viel kleiner, traf ich auch Siggi in der Herberge wieder. Das haette ich echt nicht gedacht, dass ich die noch einmal wieder sehen wuerde. Abends sass ich dann noch mit Christina, Siggi, Joachim, den ich auch schon seit 2 Tagen kenne und mit Benjamin (21) zusammen. Benjamin ist vor ca. 5 Monaten in Berlin losgegangen - krasse Sache!
16.09.2007 - Cardenuela oder "Vino, por favore!"
Die Herberge war eher klein und von einem Pilgermenue war weit und breit nichts zu sehen. Ich rechnete schon damit, mit leerem Magen und viel Hunger ins Bett gehen zu muessen. Eine Mitpilgerin fragte dann aber in einer Dorfbar und so trafen wir unsdort mit ein paar Lueten abends ein und liessen uns sehr gut bewirten. Wir nutzten es auch ein wenig aus, dass wir zu keiner bestimmten Uhrzeit wieder zurrueck sein mussten, und so erzaehlten wir viel und tranken Wein bis um halb 12. Es war ein sehr schoener und lustiger abend.
15.09.2007 - Villafranca Montes de Oca oder "Darf ich bitten?"
Nachtrag: Als Abendessen kochte ich mir mit Michael ein paar Nudeln mit einer leckeren Sousse. Die Fiesta war dann doch etwas anderes, als ich mir vorgestellt hatte. Eine Tanzband bestehend aus 4 Opas spielte bis 12 Uhr nachts spanische Volklore und die Dorfaeltesten verwandelten den Dancefloar in einen Hexenkessel - und das genau unter meinem Schlafraum! Mit Ralph, Michael, Christina und Dominique (30), die ich dort kennen lernte, sass ich abends noch etwas vor der Herberge zusammen. Als ich im Bett lag hoerte ich ich mir noch einen Tango an - dann schlief ich ein.
14.09.2007 - Redicilla del Camino oder "Eine Spende bitte!"
13.09.2007 - Azofra oder "Vergesst italienische Pasta!"
Mittwoch, 12. September 2007
12.09.2007 - Navarette oder "Es geht nicht mehr"
Jetzt habe ich gerade doch tatsaechlich noch einen Laden gefunden, indem ich ei paar Fotos hochladen konnte. Das hat fuer die paar Bilder jetzt eine Stunde gedauert, also seht es mir nach, dass es im Moment noch nicht so viele sind. Ich merke allerdings gerade, dass man sie nicht vergroessern kann, ist das bei euch auch so? Naja, wird schon gehen. Falls nicht, dann versucht mal diesen Link hier http://picasaweb.google.com/StephanBruegger/MeinJakobsweg2007?authkey=x2LsOYWkOy4 dann muesstet ihr sie etwas groesser sehen koennen.
So, jetzt aber der Tagesbericht...
Als ich heut morgen um 7 Uhr in aller Ruhe fruehstueckte und mich danach auf den Weg machte, schien noch alles in Ordnung zu sein. Allerdings bemerkte ich dann nach etwa einer Stunde, dass irgendetwas nicht stimmte. Nicht nur, dass meine Weisheitszaehne drueckten und meine Fuesse und Kniee wehtaten - ich fuehlte mich dazu noch richtig krank. Immer wieder musste ich kleine Pausen einlegen. Nach 13 km kam ich in Navarette an. Eigentlich wollte ich mich noch weitere 10 km nach Ventosa schleppen. Dort gab es allerdings nur eine kleine Herberge mit wenigen Betten, und die Wahrscheinlichkeit dort unterzukommen lief bei meinem heutigen Tempo gegen Null! Auf Gutzureden zweier Pilger (Kristin 31 und Siglinde 49) und nachdem ich eine Schmerztablette eingenommen hatte, entschied ich mich an Ort und Stelle zu bleiben um mich zu reholen. Ich landete in einer schoenen kleinen Herberge fuer nur 3 Euro. Ich ruhte mich so gut es ging aus. Da Alex noch ungefaehr eine Tagesetappe hinter mir liegt, Daniel am Feiern ist, Anja2 ein paar Tage ausfaellt und Anja1 heute sicherlich ein paar Kilometer weitergekommen ist als ich, ist unsere 5er-Gruppe vom Anfang fuers erste gesprengt.
Mit Siglinde und Kristin ging ich abends zusammen essen. Da beide aus der "Ehemaligen" stammen, kamen wir irgendwie auf das Thema Mauerfall und wie den jeder von uns so erlebt hat. Siggis Geschichte war echt der Knaller. Am Tag des Mauerfalls feierte sie in kleinem Kreis ihre bereits fertig geplante Flucht ueber die Tschecheslovakei, die am naechsten Abend ueber die Buehne gehen sollte. Dabei floss viel Alkohol- Fehrnseher und Radio blieben aber aus. Als sie am naechsten Tag ein letztes mal zur Arbeit ging - voellig verkatert - war sie noch voellig Ahnungslos, was am Abend zuvor passiert war. Erst gegen Mittag wurde ihr langsam klar, dass sie etwas verpasst hatte.
Die Kueche hatte uns aus irgendeinem Grund nach der Vorspeise vergessen und wir bemerkten kaum, wie die Zeit verging. Erst auf Nachfrage servierten sie uns die Hauptspeise. Wir mussten uns mit dem Essen beeilen, da das Refugium jetzt eigentlich schliessen sollte. Da kam auch schon der Herbergsvaterum die Ecke und faselte hektisch etwas auf spanisch, dass er jetzt schliessen wolle usw... Wir assen schnell auf und gingen.
11.09.2007 - Logrono oder "Ein Wiedersehen"
Nach wenigen Kilometern machte ich eine Freuhstueckspause. Ein wilder Hund, vor denen in Spanien oft gewarnt wird, naeherte sich mir vorsichtig. Er sah sehr abgemagert aus und machte keine Anstalten mir irgendetwas zu wollen. Also teilte ich mit ihm einen Teil meines Fruehstuecks und warf ihm etwas zu. Nur sehr zoegernd kam er naeher. Irgendwie ein wirklich schoener Moment.
Unterwegs lief es dann deutlich besser bei mir als zu Anfang, daher beschloss ich doch die 30 km bis Logrono zu gehen. In Viana (12 km vor Logrono) war ein grosses Volksfest. Die ganzen Strassen waren voller Menschen. Zielstrebig machte ich mich auf die letzten 2:30 Stunden fuer heute. Diese sollten sich in den weiten Feldern Riojas, wo ich mich seid heute befand, allerdings unendlich hinziehen. Hitzte - Sonne - kaum Schatten. Sehr erschoepft kam ich in Logrono an. Beide Anjas und Sebastian sind auch in meiner Herberge untergebracht. Anja2 ist heute die Etappe mit dem Bus gefahren und hat sich vom Arzt behandeln lassen. Sie wird ein paar Tage Pause einlegen muessen. Daniel (der Pilger aus Paderborn) soll in Viana beim Feiern gesichtet worden sein. Abends traf ich mich dann noch mit den Sudbrocks. Sie luden mich in ein gutes Restaurant zum Essen ein- Vielen Dank nochmal!!! Ein netter Abend bei guter Unterhaltung ist leider schon zu Ende.
10.09.2007 - Los Arcos oder "Wasser, oder darf es auch Wein sein?"
09.09.2007 - Estella oder "Maehhhh"
08.09.2007 - Puente la Reina oder "Pasta ala Italiano"
Ich schaute mi die beruehmte Bruecke (Puente) an, nach der die Stadt benannt ist und kaufte mir bereits das Fruehstueck fuer morgen ein. Von Anja1 erfuhr ich, dass einige italienische Pilger heute eine Pasta zubereiten wollen, und da sagte ich natuerlich nicht nein (trotz Halbfinale letztes Jahr).
Sie schmeckte vorzueglich! Ich habe an den Fuessen ein paar Druckstellen die ich morgen abtapen werde. Ich hoffe, dass dies nicht nach hinten losgeht, da dies immer eine Gluecksache ist. Es ist jetzt kurz nach 22:00 Uhr und ich lege mich jetzt schlafen.
Freitag, 7. September 2007
07.09.2007 Pamplona oder "Mir faellt ein Stein vom Herzen"
Der Herbergsvater war begeistert, als er erfuhr, dass ich auch aus Paderborn bin. Nachdem ich mich und meine Waesche gewaschen hatte, begab ich mich direkt in die Stadt um eine Bank zu finde. ALLE hatte zu. Also wagte ich, trotz allen Warnungen, meine Karte an einem Freitag Nachmittag in einen Automaten zu stecken. Falls jetzt die Karte eingezogen wueder, muesste ich bis Montag warten. Ich steckte sie also hinein, und... Trommelwirbel... ich bekam Geld! Juhu, ich war so froh. Beid er Deutschen Bank - natuerlich ;)
Alex ist etwas spaeter auch in der Casa-Paderborn eingetroffen. Anja haben wir verloren, aber sie wohl in der anderen Herberge untergekommen. Jetzt gerade sitze mal wieder in einem Internetcaffe, und ueberlege, ob ich morgen noch fuer einen Tag hier bleiben soll. Die Stadt ist echt klasse.
Ach noch was... Ein Bild konnte ich gerade hochladen, aber jetzt streikt der PC hier. Naja, ich hoffe, dass ich euch sehr bald adnn endlich mal ein paar schoene Fotos reinstellebn kann!
Nachtrag: Als ich aus dem Internetcaffe kam, waren die Strassen ploetzlich voller Leute. Nicht nur ein paar, sonder fast so wie auf Annetag - ein ganz normaler Freitag Abend in Spanien!
06.09.2007 - Zubiri oder "Halt endlich die Fr...."
Mit wenig schlaf ging es um kurz nach 7 Uhr wieder auf den Weg - alleine. Das Problem mit der Trinkblase habe ich immer noch, mal schauen, ob ich mir unterwegs eine neue kaufe. Unterwegs sieht man fast immer die gleichen Gesichter. Nach kurzer Zeit traf ich Alexander und Daniel wieder, sie waren etwas vor mir losgegangen. Wir gingen zusammen ins 6 km entfernte Aurizberri. Waehrend Daniel weiter ging, mussten Alex und ich noch eine halbe Stunde warten, bis ein kleines Geschaeft dort oeffnete. Dann kamen wir endlich zu unserem wohlverdienten Fruehstueck. Irgendwann verloren auch wir uns aus den Augen.
Die Gegend heute war weider voll super. Viele Waelder und zwei kleine Paesse quer durchrs Pyrenaeenvorland. Allerdings machte sich heute die schwere Etappe von gestern bemerkbar, die Fuesse taten stellenweise ganz schoen weh. So etwa 10 km vor dem Ziel traf ich die andern 4 wieder und wir gingen erst mal zusammen weiter.
Im Zielort (Zubiri) trennten wir uns dann. Daniel und Anja2 gingen noch ein paar Kilometer weiter. Anja1, Alex und ich fanden aber eine nette Herberge in der wir blieben. In einem Bergfluss kuehlten wir erst mal unsere gluehenden Fuesse ab. Denen geht es uebrigens noch verhaeltnismaessig gut. Am linken Knie machten sich die Steigungen bemerkbar, aber es geht schon. Zum Geldabheben gibt es in diesem 240 Seelendorf nur einen Automaten, und zu meinem Schreck kam nach meiner Orde zwar eine Quittung ueber 200 Euro, aber kein Geld heraus. Eine nette alte Mitpilgering mit spanisch Kenntnissen beruhigte mich aber, da auf der Quittung auch ein Abbruch bestaetigt wurde. Nur hatte ich jetzt kein Geld. Alex leihte mir freundlicherweise 20 Euro, von denen ich 10 gleich wieder in ein Pilgermenue investierte. Noch mehr Nudeln als gestern - eigntlich war ich da schon satt, aber dann kam erst der Hauptgang... diemal sogar mit Nachtisch. Ein anstrengender Tag geht langsam zu Ende und hoffentlich schlafe ich heute Nacht besser als gestern. Morgen gehts nach Pamplona.
05.09.2007 - Roncesvalles oder "Gleich bin ich da..."
Die Morgenfrische wich schnell einem wunderbar sonnigen und wolkenlosem Tag. Am Anfang sah man noch jede Menge Pilger, aber das verlief sich mit der Zeit. Bei wirklich extremen Steigungen war es besser, sein eignes Tempo zu laufen. Nicht umsonst wird diese Etappe von vielen im Nachhinein als einer der, wenn nicht so gar die schwerste Etappe gesehen. ein Wasser konnte man sich unterwegs an Brunnen auffuellen. Das Gelaende war sehr farcetenreich.
Nachtrag: Das Essen war echt lecker. Es gab als Vorspeise eine Pasta und als Hauptgericht Fisch mit Pommes. Dazu Broot, Wasser und Wein, und das alles fuer 8 Euro. Anschliessend sind wir in die Pilgermesse gegangen und haben uns den Pilgersegen abgeholt - na den werden wir bestimmt noch brauchen. Jetzt ist es kurz vor 22 Uhr und ich liege in meinem Bett indem ich gleich tief und fest einschlafen werde, denn morgen frueh um 6 Uhr geht hier das Licht an.
Mittwoch, 5. September 2007
04.09.2007 - Saint Jean Pied de Port oder "Oh man, so viele!"
Um 7:00 Uhr schellte der Wecker. Marcello wurde wach und ich konnte mich noch von ihm verabschieden. Da ich das Fruehstueck nicht mitnehmen konnte bekam ich ein kleines Fresspaket mit. Ich ging also gegen kurz vor 8 Uhr zum Termibus (Busbahnhof) und wartete dort auf meinen Bus nach Hendaya. Die Abfahrtsplaene dort waren echt mal fuer die Tonne, deshalb musste ich noch ein paar mal nachfragen, ob ich auch richtig bin. In Hendaya hilf mir ein etwas aelteres franzoesiches Ehepaar mit der Verbindung nach Bayonne...
so, die Zeit von dieser Internetmaschine laeuft gleich ab. Weiters gibt es sobald ich kann. Hoffentlich dann auch mal Fotos. Bis dann...
So weiter gehts...
Diese ging ueber Saint-Jean-de-Luz und Biarizze. Wenn ich mehr Zeit gehabt haette, waere ich dort, also in Biarizze, ausgestiegen fuer einen Zwischenhalt. Die Stadt dort ist wunderschoen und liegt direkt am Atlantik. Um 13:00 Uhr kam ich endlich in Bayonne an und besorgte mir ein Zugticket nach Sain-Jean-Pied-de-Port. Ich staerkte mich erst einmal in einer typisch franzoesischen Doenerbude. Einen Doenerteller mit Pommes und Salat bekommt man hier uebrigens komplett in das Donerbroot gematscht. Na gut, dass ich das jetzt weiss.
Am Bahnhof in Bayonne unterhielt ich mich noch mir einem franzoesischem Ehepaar, dass ihren Camino gerade beendet hat und auf der ueckreise war. Dort traf ich auch Andreas aus Mainz. Als wir um Zug waren kamen wir irgendwie auf das Thema studivz.de, und da viel mir ein, dass wir uns dort aus dem Forum einer Santiago-Gruppe her kennen. Im Zug bekam ich aber auch erst mal einen Schock, als ich sah, dass alle Abteile voller Pilger waren.
Nach der Ankunft um 16:20 Uhr marschierten alle direkt zum Pilgerbuero. Eine reisen Schlange hatte sich dort bereits gebildet, als ich ankam. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Waehrend ich wartete lief ploetzlich Timo an mir vorbei. Er hatte fuer die Nacht bereits eine Unterkunft. Als ich endlich an der Reihe war, erfuhr ich, dass saemtliche Herbergen bereits voll sind. Daher wurden fuer mich und etwa 20 weitere Pilger, darunter auch Andreas, die Raeume eines alten Internats am Rande der Stadt aufgschlossen.
Nachtrag: Eben sind noch ein paar weitere Pilger hier einquatiert worden. Eine Pilgerin aus Sued-Korea hat ihr Tagebuch im Pilgerbuero liegen lassen. Morgen will sie versuchen es wieder zu bekommen. Es ist jetzt kurz vor 22:00 Uhr. Ich liege schon in meinem Schlafsack und werde jetzt gleich schlafen. Morgen frueh geht es endlich los. Habe jettzt so lange darauf gewartet
Montag, 3. September 2007
03.09.2007 - Bilbao
Gester um kurz vor 18:00 Uhr ging es los. Ich fuhr mit meinen Schwestern Doro, Katha und ihrem Freund Sebo nach Ravensburg. Dank eines Geistesblitzes von Katharina bin ich sogar noch dazu gekommen an der Basilika in Weihngarten auszusteigen und das Richtungsschild nach Santiago zu fotografieren.
Nachdem ich meine Sachen erst mal verstaut hatte bin ich gegen 18:00 Uhr wieder in die Stadt gegangen um mir mal ein wenig anzusehen. Ich hatte dann nach langer Suche auch endlich mal die Gelegenheit etwas zu essen. Hier hatte heut nachmittag noch alles zu. Sch... Siesta ;) So, ich frag jetzt mal die Tante hier ob ich ueber USB ein paar Bilder hochladen kann, falls ihr keine seht, hats wohl net geklappt - na Mist, da hat sie was gegen, aber die kommen nach - versprochen!!! Ich mache mich jetzt mal wieder auf den Weg zur Herberge, muss morgen schon gegen 07:00 Uhr aufstehen um den Bus zu bekommen. Also dann adios und bis bald.
Nachtrag: Das mit dem Besuch des Guggenheimmuseums ist gestern ja nichts mehr geworden, aber war schon OK, da ich ohnehin nicht so viel Zeit dafuer gehabt haette. Am abend habe ich dann noch meine 3 Mitbewohner kennengelernt. Dabei handelt es sich um Chawn aus Irland, der aber nie etwas sagt, Marcello aus Ulm, ein deutsch-italienischer Marrokaner mit serbischen Vorfahren, der schon 2 Kinder hat und so viel labern kann wie eine Duracell ;) Er ist aber voll in Ordnung. Der dritte ist Miguel, er kommt aus Barcelona. So wie ich das verstanden habe studiert er hier Journalistik und wohnt waerend seiner Examensarbeit hier. Gerade kam Chawn herein, und was soll ich sagen, wir haben uns voll gut unterhalten. Er hat mich auf den Jakobsweg angesprochen und ich habe ihm erzaehlt, wie ich darauf gekommen bin. Er meinte hinterher sogar, dass ich gut Englisch sprechen koennte - Frau Johannmezer wuerde sich im Grabe umdrehen.
Sonntag, 2. September 2007
02.09.2007 "Es geht los!"
Also ich sage dann jetzt mal "Tschö", und hoffentlichen bis bald.