Mit wenig schlaf ging es um kurz nach 7 Uhr wieder auf den Weg - alleine. Das Problem mit der Trinkblase habe ich immer noch, mal schauen, ob ich mir unterwegs eine neue kaufe. Unterwegs sieht man fast immer die gleichen Gesichter. Nach kurzer Zeit traf ich Alexander und Daniel wieder, sie waren etwas vor mir losgegangen. Wir gingen zusammen ins 6 km entfernte Aurizberri. Waehrend Daniel weiter ging, mussten Alex und ich noch eine halbe Stunde warten, bis ein kleines Geschaeft dort oeffnete. Dann kamen wir endlich zu unserem wohlverdienten Fruehstueck. Irgendwann verloren auch wir uns aus den Augen.
Die Gegend heute war weider voll super. Viele Waelder und zwei kleine Paesse quer durchrs Pyrenaeenvorland. Allerdings machte sich heute die schwere Etappe von gestern bemerkbar, die Fuesse taten stellenweise ganz schoen weh. So etwa 10 km vor dem Ziel traf ich die andern 4 wieder und wir gingen erst mal zusammen weiter.
Im Zielort (Zubiri) trennten wir uns dann. Daniel und Anja2 gingen noch ein paar Kilometer weiter. Anja1, Alex und ich fanden aber eine nette Herberge in der wir blieben. In einem Bergfluss kuehlten wir erst mal unsere gluehenden Fuesse ab. Denen geht es uebrigens noch verhaeltnismaessig gut. Am linken Knie machten sich die Steigungen bemerkbar, aber es geht schon. Zum Geldabheben gibt es in diesem 240 Seelendorf nur einen Automaten, und zu meinem Schreck kam nach meiner Orde zwar eine Quittung ueber 200 Euro, aber kein Geld heraus. Eine nette alte Mitpilgering mit spanisch Kenntnissen beruhigte mich aber, da auf der Quittung auch ein Abbruch bestaetigt wurde. Nur hatte ich jetzt kein Geld. Alex leihte mir freundlicherweise 20 Euro, von denen ich 10 gleich wieder in ein Pilgermenue investierte. Noch mehr Nudeln als gestern - eigntlich war ich da schon satt, aber dann kam erst der Hauptgang... diemal sogar mit Nachtisch. Ein anstrengender Tag geht langsam zu Ende und hoffentlich schlafe ich heute Nacht besser als gestern. Morgen gehts nach Pamplona.
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