Dienstag, 24. Juli 2007

14.03.2007 - Filmausrüstung I

Da ich ja vorhabe unterwegs vermehrt kleine Filmchen zu drehen, habe ich mir heute erst mal ein Ministativ gekauft. Ich möchte ja schließlich auch mal aufs Bild.

16.02.2007 - Zwei Hochzeiten und eine Planänderung

Es hatte sich die letzten Wochen schon angedeutet... Aufgrund zweier Hochzeiten werde ich das ganze Vorhaben nach hinten verschieben müssen. Sehr gute Freunde von mir (Julia&Michael und Sonja&Karsten) haben sich nämlich in kurzen Abständen dazu entschieden Anfang Juni bzw. Mitte Juli das Ja-Wort zu geben. Da ich natürlich keines der, aller Voraussicht nach genialen, Feste verpassen möchte (Junggesellenabschiede inbegriffen) werde ich den geplanten Aufenthalt in der Schweiz ganz ausfallen lassen und meine Pilgerreise frühestens ab August starten.

An die Brautpaare: Ich freue mich echt für euch, meinen Segen habt ihr ;) Das wird mit Sicherheit ein ereignisreicher Sommer!

12.02.2007 - Winterschlussverkauf

Heute habe ich beim WSV erst mal zugeschlagen und mir eine günstige aber gute Regen- und Fleecejacke gekauft. Die werde ich unterwegs bestimmt gut gebrauchen können. Außerdem hatte ich bis jetzt auch noch keine vernünftige Taschenlampe.

Natürlich erkundige ich mich im Internet und lese besonders gerne In Pilgerforen was mich wohl alles erwarten wird. Eine Seite die mir besonders weiter hilft ist www.jakobus-info.de

Montag, 23. Juli 2007

05.01.2007 - "And Action!"

Bin heute auf die Idee gekommen so eine Art Videotagebuch zu führen. Werde also ab jetzt immer mal wieder mit meiner Kammera sprechen. Also dann - Klappe die Erste!

Stand der Dinge ist im Moment, dass ich vorhabe Anfang Mai zu meinen Großeltern in die Schweiz zu fahren um dort für ca 3-4 Monate zu bleiben. In dieser Zeit würde ich dann, wahrscheinlich ab Anfang Juni, meine Pilgerreise unternehmen.

04.01.2007 - Erste Anschaffung

Nachdem ich in den letzten Tagen schon viel im Internet nach Informationen über den Weg gesucht habe, habe ich mir heute das Buch "Pilgern auf dem Jakobsweg" von Dr. Raimund Joos bestellt (ISBN 978-3-86686-197-8).


Sonntag, 22. Juli 2007

01.01.2007 - Die Idee

Im Fernsehen sehe ich mir, noch ermattet vom Vorabend, eine Reportage über eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn an. Davon begeistert informiere ich mich gleich im Internet darüber, muss aber feststellen, dass so ein Vorhaben viel zu teuer ist. Zufällig stoße ich dabei auf einen Bericht über den Jakobsweg.

Freitag, 20. Juli 2007

Was ist eigentlich Pilgern?

Wer?

Pilgern kann jeder, von jung bis alt, der sich in der Lage fühlt die Strapazen einer Pilgerreise aufsich zu nehmen.

Wie?

Pilgern kann man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder sogar mit dem Pferd. Für diejenigen, denen es aus z.B. gesundheitlichern Gründen nicht mehr möglich ist diese Pilgerformen zu nutzen, gibt es heutzutage auch Pilgerreisen mit dem Bus oder dem Auto.

Die Jakobsmuschel

Durch das Mitführen einer Jakobsmuschel, macht sich ein Pilger als solcher erkennbar. Meist führt man sie gut sichtbar am Rucksack mit sich. Außerdem dient sie auf der Route als Wegweiser nach Santiago de Compostella. Die Linien auf der Schale symbolisieren die verschiedenen Jakobswege. Sie laufen alle in einem Punkt am Ende zusammen. Dieser Punkt stellt das Ziel dar. Je nachdem wie die Muschel am Wegesrand ausgerichtet ist, lässt sich die Richtung nach Santiago de Compostella bestimmen.


Der Pilgerausweis (Credential)

Den Pilgerausweiss sollte man sich früh genug bei einer Jakobus gesellschaft anfordern. Man benötigt ihn auf dem Weg nach Santiago, um sich in den Herbergen als Pilger ausweisen zu können. Ein mal am Tag muss man sich den Pilgerausweis in einer Herberge, einem Kloster, einer Kirche oder in einem öffentlichen Amt abstempeln lassen. Dies dient zum Nachweis, dass man eine bestimmte Strecke zurrückgelegt hat um am Ende die Pilgerurkunde zu eralten.


Die Pilgerurkunde (Compostella)

Wenn man in Santiago de Compostella nachweisen kann, dass man die letzten 100 km zu Fuß oder die letzten 200 km mit dem Rad hinter sich gebracht hat, bekommt man die Compostella ausgestellt. Als Nachweis dienen die Stempel im Pilgerausweis.


Die Pilgerherberge

Die Pilgerherbergen sind entlang des Jakobsweges verteilt. Sie bieten den Pilgern die Möglichkeit für einen kleinen Unkostenbeitrag zu übernachten und etwas zu essen. Sie sind aber auch ein Ort der Begegnung zwischen Pilgern aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt. Herbergen sind oft in recht schönen renovierten, historischen Gebäuden untergebracht. Sie bieten je nach Größe zwischen 4 und 60 Schlafplätze. Meist handelt es sich um einfache Metallbetten; oft wird aber auch auf Matratzen auf dem Boden übernachtet. Wenn es sich nicht um eine reine Notunterkunft handelt, dann gibt es neben dem Schlafraum oft auch noch einen Gruppenwaschraum, einen Aufenthaltsraum, eine Küche und einen Raum zum Wäsche waschen.

Warum dieser Blog?

Eigentlich hatte ich vor eine richtige Webseite zu erstellen, auf der ich euch während meiner Reise mit Eindrücken und Fotos versorgen wollte. Allerdings wäre es etwas umständlicher gewesen diese dann von unterwegs aus aktuell zu halten. Deshalb habe ich mich für einen Blog entschieden. Meine bisherigen Aufzeichnungen von der Pilgervorbereitung werde ich natürlich alle noch nachtragen. Ich hoffe, dass ihr ein bisschen Interesse an meinen Beiträgen habt und freue mich schon darauf eure Kommentare zu lesen.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Gestatten, Jakobsweg.

Der Name 'Jakobsweg' bezieht sich auf Jakobus den Älteren, einer der zwölf Apostel Jesu Christi. Nach der Überlieferung soll er den norden der iberischen Halbinsel bekehrt haben. Der Jokobuslegende nach wurde sein Grab im Jahr 813 in Santiago de Compostella (Spanien) entdeckt. Vor dem Hintergrund dieser Erzählung wurde Santiago de Compostella im Mittelalter neben Rom und Jerusalem zum dritten Hauptziel der christlichen Pilgerfahrt. Seid über 1000 Jahren pilgern Menschen aus aller Welt zur Kathedrale in Santiago. Die ältesten Wege haben ihren Ursprung in ganz Europa. Ausgehend von Schweden, Polen, den Niederlanden, Irland, den britischen Inseln und der Türckei vereinigen sich alle Wege in Frankreich um sich von dort in einem einzigen Strom nach Santiago zu richten.


Das Ziel eines jeden Pilgers ist das Grab des hl. Jakobus in Santiago de Compostella im westen Spaniens. Auf die Frage, wo der Jakobsweg beginne, erhält man in Spanien die Antwort: „El camino comienza en su casa“ (Der Weg beginnt in Ihrem Haus). Der Hauptweg (Camino Frances), der fälschlicherweise oftmals als "der Jakobsweg" bezeichnet wird, beginnt in Roncesvalles. Gewöhnlich wird zum Camino Frances auch der Navarrische Weg gezählt. Dieser beginnt in Saint-Jean-Pied-de-Port (Frankreich) und führt über die Pyrenäen. In Spanien geht er in den Camino Frances über.
Die Route von Saint-Jean-Pied-de-Port bis nach Santiago de Compostella beträgt 857 km. Das sind bei einer durchschnittlichen Schrittlänge von 70 cm etwa 1.250.000 Schritte!

Gestatten, Stephan.


Ich heisse Stephan und wohne in Paderborn. Dort studiere ich seid 2002 Informatik an der Universität. Aufgewachsen und groß geworden (naja) bin ich in Brakel. Los ging alles vor etwa 25 Jahren. Bis heute hin haben sich bei mir einige Verhaltensweisen an den Tag gelegt. Diese drücken sich in der Form aus, dass ich beispielsweise mehr oder weniger regelmäßig Trompete spiele. Auch soll ich schon des öfteren mit einem Gewehr in der Hand gesichtet worden sein - selbstverständlich aus rein sportlichen Motiven (jaja, das ist anspruchsvoller als man glaubt).

Montag, 16. Juli 2007

"Wie jetzt Jakobsweg laufen???"

"Der Zufall ist der Steuermann des Lebens" - und dieser Steuermann hat mich auf die Idee gebracht auf dem Jakobsweg zu pilgern. Der Jakobsweg, jenes seid über 1000 Jahren Menschen aus aller Welt anziehendes Mysterium urchristlichen Glaubentums - und ich, der außer der alljährlichen Standartauftritte mit der Stadtkapelle meines Vertrauens in der ortsansässigen Kirche sowie einer umfassenden Ausbildung in katholischen Kindergärten und Schulen eigentlich nichts mit dergleichen zu tun hat. Wie das zusammen passt? Nun, von der Schönheit der Natur und dem Leben im Freien musste ich nicht erst aufwendig überzeugt werden. Diese Einstellung hatte ich mir bereits in vielen Berg-, Wander-, Zelt- und Paddelurlauben angeeignet. Und da ich ja Neuem gegenüber aufgeschlossen bin versuche ich das jetzt halt einfach mal.