Pilgern kann jeder, von jung bis alt, der sich in der Lage fühlt die Strapazen einer Pilgerreise aufsich zu nehmen.
Wie?
Pilgern kann man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder sogar mit dem Pferd. Für diejenigen, denen es aus z.B. gesundheitlichern Gründen nicht mehr möglich ist diese Pilgerformen zu nutzen, gibt es heutzutage auch Pilgerreisen mit dem Bus oder dem Auto.
Die Jakobsmuschel
Durch das Mitführen einer Jakobsmuschel, macht sich ein Pilger als solcher erkennbar. Meist führt man sie gut sichtbar am Rucksack mit sich. Außerdem dient sie auf der Route als Wegweiser nach Santiago de Compostella. Die Linien auf der Schale symbolisieren die verschiedenen Jakobswege. Sie laufen alle in einem Punkt am Ende zusammen. Dieser Punkt stellt das Ziel dar. Je nachdem wie die Muschel am Wegesrand ausgerichtet ist, lässt sich die Richtung nach Santiago de Compostella bestimmen.


Der Pilgerausweis (Credential)
Den Pilgerausweiss sollte man sich früh genug bei einer Jakobus gesellschaft anfordern. Man benötigt ihn auf dem Weg nach Santiago, um sich in den Herbergen als Pilger ausweisen zu können. Ein mal am Tag muss man sich den Pilgerausweis in einer Herberge, einem Kloster, einer Kirche oder in einem öffentlichen Amt abstempeln lassen. Dies dient zum Nachweis, dass man eine bestimmte Strecke zurrückgelegt hat um am Ende die Pilgerurkunde zu eralten.

Die Pilgerurkunde (Compostella)
Wenn man in Santiago de Compostella nachweisen kann, dass man die letzten 100 km zu Fuß oder die letzten 200 km mit dem Rad hinter sich gebracht hat, bekommt man die Compostella ausgestellt. Als Nachweis dienen die Stempel im Pilgerausweis.

Die Pilgerherberge
Die Pilgerherbergen sind entlang des Jakobsweges verteilt. Sie bieten den Pilgern die Möglichkeit für einen kleinen Unkostenbeitrag zu übernachten und etwas zu essen. Sie sind aber auch ein Ort der Begegnung zwischen Pilgern aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt. Herbergen sind oft in recht schönen renovierten, historischen Gebäuden untergebracht. Sie bieten je nach Größe zwischen 4 und 60 Schlafplätze. Meist handelt es sich um einfache Metallbetten; oft wird aber auch auf Matratzen auf dem Boden übernachtet. Wenn es sich nicht um eine reine Notunterkunft handelt, dann gibt es neben dem Schlafraum oft auch noch einen Gruppenwaschraum, einen Aufenthaltsraum, eine Küche und einen Raum zum Wäsche waschen.