Dienstag, 25. September 2007
19.09.2007 - Fromista oder "Immer schoen auf den Musikantenknochen"
Ich war sehr froh ueber die strikte Hausordnung, die in dieser Herberge herscht, denn vor 6:45 Uhr durfte niemand Licht anmachen oder aufstehen. Geweckt wurden dann schliesslich alle durch die ruhigen Klaenge gregoreanischer Gesaenge, die der Herbergsvater von CD abspielte, denn auch Handys oder Wecker waren hier verboten. Ich war der allerletzte Pilger, der um 8:00 Uhr das Refugium verliess. Es ging direkt ueber den Alto de Mostilares. Beim Aufstieg konnte man einen herlichen Sonnenaufgang beobachten. Das schoene war, dass man beim Abstieg auf der anderen Seite des Berges den Sonnenaufgang ein zweites mal erleben durfte. Unterwegs erfuhr ich von Joachim, dass er noch gestern abend per Mail erfuhr, dass er wahscheinlich frueher als geplant wieder auf See muss. Natuerlich war er darueber nicht sonderlich begeistert.Um 14:00 Uhr erreichte ich das 26km entfernte Fromista. Auch Christina und Joachim sind wieder in der gleichen Herberge wie ich. Das Abendessen war heut zwar kalt, aber auch die Brotzeit mit Oliven, Mais und Wurst war sehr lecker. Ich schlief heute oben in einem Hochbett. Unter mir hate sich ein Moench in Kutte niedergelassen. Das Schnarchen wird er wohl im Kloster gelernt haben. Jedenfalls hielt ich es irgendwann nicht mehr aus und verpasste ihm mit meiner Taschenlampe einen nicht mehr ganz gemaessigten und gezielten Schlag auf den Ellebogen. Er blickte mich an nach dem Motte: "Dafuer wirst du in der Hoelle schmoren!" - aber ich glaube, das wars Wert.
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