Mittwoch, 5. September 2007

04.09.2007 - Saint Jean Pied de Port oder "Oh man, so viele!"

Erst mal was vorweg. Falls sich an einem Tag noch etwas tut nachdem ich etwas gepostet habe, dann fuege ich das als Nachtrag an den entsprechenden Tag an.

Um 7:00 Uhr schellte der Wecker. Marcello wurde wach und ich konnte mich noch von ihm verabschieden. Da ich das Fruehstueck nicht mitnehmen konnte bekam ich ein kleines Fresspaket mit. Ich ging also gegen kurz vor 8 Uhr zum Termibus (Busbahnhof) und wartete dort auf meinen Bus nach Hendaya. Die Abfahrtsplaene dort waren echt mal fuer die Tonne, deshalb musste ich noch ein paar mal nachfragen, ob ich auch richtig bin. In Hendaya hilf mir ein etwas aelteres franzoesiches Ehepaar mit der Verbindung nach Bayonne...

so, die Zeit von dieser Internetmaschine laeuft gleich ab. Weiters gibt es sobald ich kann. Hoffentlich dann auch mal Fotos. Bis dann...

So weiter gehts...

Diese ging ueber Saint-Jean-de-Luz und Biarizze. Wenn ich mehr Zeit gehabt haette, waere ich dort, also in Biarizze, ausgestiegen fuer einen Zwischenhalt. Die Stadt dort ist wunderschoen und liegt direkt am Atlantik. Um 13:00 Uhr kam ich endlich in Bayonne an und besorgte mir ein Zugticket nach Sain-Jean-Pied-de-Port. Ich staerkte mich erst einmal in einer typisch franzoesischen Doenerbude. Einen Doenerteller mit Pommes und Salat bekommt man hier uebrigens komplett in das Donerbroot gematscht. Na gut, dass ich das jetzt weiss.
Am Bahnhof in Bayonne unterhielt ich mich noch mir einem franzoesischem Ehepaar, dass ihren Camino gerade beendet hat und auf der ueckreise war. Dort traf ich auch Andreas aus Mainz. Als wir um Zug waren kamen wir irgendwie auf das Thema studivz.de, und da viel mir ein, dass wir uns dort aus dem Forum einer Santiago-Gruppe her kennen. Im Zug bekam ich aber auch erst mal einen Schock, als ich sah, dass alle Abteile voller Pilger waren.

Nach der Ankunft um 16:20 Uhr marschierten alle direkt zum Pilgerbuero. Eine reisen Schlange hatte sich dort bereits gebildet, als ich ankam. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Waehrend ich wartete lief ploetzlich Timo an mir vorbei. Er hatte fuer die Nacht bereits eine Unterkunft. Als ich endlich an der Reihe war, erfuhr ich, dass saemtliche Herbergen bereits voll sind. Daher wurden fuer mich und etwa 20 weitere Pilger, darunter auch Andreas, die Raeume eines alten Internats am Rande der Stadt aufgschlossen.

Hier schlafe ich also heute alleine in einem spartanisch eingerichtetem Doppelzimmer. Natuerlich bekam ich im Pilgerbuero auch meinen ersten Stempel von der Strecke aus. An Abend schaute ich mir noch die Stadt und die Zitadelle an. Anschliessend kaufte ich mir mein Abendessen und das Fruehstueck fuer morgen ein. Gerade eben habe ich ein moerdermaessig gutes Baguette gegessen. Die Sonne geht hier langsam unter und ich werde mich jetzt mal auf mein Zimmer begeben und mir die Strecke fuer morgen anschauen.

Nachtrag: Eben sind noch ein paar weitere Pilger hier einquatiert worden. Eine Pilgerin aus Sued-Korea hat ihr Tagebuch im Pilgerbuero liegen lassen. Morgen will sie versuchen es wieder zu bekommen. Es ist jetzt kurz vor 22:00 Uhr. Ich liege schon in meinem Schlafsack und werde jetzt gleich schlafen. Morgen frueh geht es endlich los. Habe jettzt so lange darauf gewartet

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