Ohne Druck eines Herbergsvaters im Nacken blieb ich bis halb 8 im Bett liegen. Mit Michael und Christina machte ich mich schliesslich auf den Weg. Nach 100m machten wir in der Bar von gestern abend einen Fruehstuecksstopp und begannen dann erst spaet um 8:40 Uhr mit der heutigen Etappe. Kurz vor Burgos sahen wir das Unheil bereits auf uns zukommen. Eine schwarze Wolkenwand naeherte sich uns schnell. Es fing schon leicht an zu regnen - zum Glueck erreichten wir am Stadtrand ein Hotel, wo wir uns unterstellen konnten, als es richtig anfing zu schuetten. Wir warteten etwas ab und liessen das Gewitter vorbeiziehen. Nach fast einer Stunde Zwangspause gingen wir bei leichtem Nieselregen wieder weiter. Das Wetter klarte aber schnell auf und die Sonnen kam raus. Vor der riesigen Kathedrale in Burgos machten wir einen kurzen Halt. Ploetzlich sah ich Kristin wieder. Sie war eine Etappe mit dem Bus gefahren und hatte mich so wieder eingeholt.
Es hiess nun Abschied nehmen, denn Michael wuerde ich definitiv nicht wiedersehen. Er machte heute einen 200km Sprung mit der Bahn bis Leon. Er hatte sich beim Planen etwas verkalkuliert, und wuerde es sonst nicht mehr bis Santiago schaffen. Also - adios Michael, meld dich mal! Ich hatte keine Lust in Burgos zu bleiben und ging noch ein paar Kilometer weiter. Durch die ganzen Pausen kam ich erst um ca. 16 Uhr im insgesammt 25km entfernten Tardajos an. Und da die Welt ja sooo klein ist, und der Camino noch viel kleiner, traf ich auch Siggi in der Herberge wieder. Das haette ich echt nicht gedacht, dass ich die noch einmal wieder sehen wuerde. Abends sass ich dann noch mit Christina, Siggi, Joachim, den ich auch schon seit 2 Tagen kenne und mit Benjamin (21) zusammen. Benjamin ist vor ca. 5 Monaten in Berlin losgegangen - krasse Sache!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen