In der Nacht wurde es ganz schoen frisch und draussen tobte ein heftiger Sturm. Immerhin war ich hier noch auf weit ueber 1000m. Ich befuerchtete schon dies den ganze Tag ueber anhaelt, aber dem war gluecklicher weise nicht so. Aber eine dicke Ueberraschung berreitete hier allen Pilgern der Morgen. Es kam kein Wasser aus dem Hahn, also musste die Morgentoilette ausfallen. Am peinlichsten war das wohl fuer denjenigen, der als erstes aufs Klo musste - alles weitere spar ich mir an dieser Stelle.
Ich fruehstueckte kurz etwas in der Bar und ging dann um 8:15 Uhr los. Es ging ueber teilweise recht steile und steinige Pfade ins Tal den Berg hinab. Nach 3-4 Stunden erreichte ich Ponferada und machte eine ausgedenhte Mittagspause. Mit vollem Bauch ging es weiter, aber trotz der anstrengenden Etappe gestern lief es heute echt gut, und so merkte ich kaum, wie die Zeit bzw. die Kilometer vergingen. Na obwohl - eigentlich wollte ich dann schon so langsam aufhoeren fuer heute, uebersah aber in einem Ort die Herberge und lief dann noch einen weiter. Und so kam ich nach 34km um ca. 15:45 Uhr in Cacabelos an. Ich landete dort in einer sehr interessanten Herberge. Um die Kirche herum waren 2er-Kabinen aufgebaut worden. Man hatte schoen viel Platz. Beim duschen wurde es alerdings ganz schoen kuehl, da die Raeume nicht so wirklich nach draussen hin abgedichtet waren. Frage mcih, wie das dann wohl erst im Winter sein muss? Ich teilte mir die Kabine mit einem aelteren Herrn aus Frankreich. Abends ging ich nach einem zweistuendigen Nachmittagsschlaefchen in den Ort um einzukaufen. Ich traf Winfried und Mauric, trank in einer Bar noch etwas mit ihnen und zusammen gingen wir dann ein Pilgermenue essen. Ich erfuhr, dass das Wetter bald schlechter werden sollte...!
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