Als ich um kurz nach 8 aufstand, schliefen die anderen beiden noch. Ich ging also leise aus dem Zimmer und machte mich im Flur fertig. Als ich aus dem Badezimmer kam, schlich mir eine sehr verschlafen aussehende Pilgering entgegen. Plötzlich hörte ich meinen Namen. Ich drehte mich um und erkannte da erst, dass es Kristin war. Sie hatte mir an dem Tag, an dem ich etwas krank war eine Schmerztablette gegeben. Das ist jetzt das erste Mal, dass ich sie wieder sehe, seid Burgos. Es war wirklich eine komisch lustige Situation wie wir da so auf dem Flur standen und es kaum glauben konnten.
Um 9 Uhr machte ich mich dann auf den Weg. Die Stadt war noch relativ leer. Unterwegs traf ich nur noch vereinzelt andere Pilger. Als ich nach 24 km in Negreira einlief, kam mir Winfried entgegen, der gerade in der Stadt etwas essen wollte. Ich ging dann erst mal in die Herberge, die etwas ausserhalb lag, um mir ein ett zu sichern. Später ging ich dann ebenfalls wieder in die Stad und saß mich in eine gut aussehende Pizzeria um mal wieder etwas anderes in den Magen zu bekommen. Ich hatte gerade aufgegessen, als Ralph plötzlich vor mir stand. Jetzt kenne ich also doch schon ein, die sich mit mir auf den Weg zum Meer machen. Als ich wieder in der Herberge ankam, sah ich, dass es auch Anja hierher verschlagen hatte. Da es zu wenig Betten gab, schliefen einige Pilger auf Matratzen, die auf dem Boden lagen. Am Abend kam die Herbergsmutter vorbei und machte einen riesen Terz, weil diese nicht nach ihren Vorstellungen angeordnet waren. Dies war ihr anscheinend so wichtig, dass sie sogar bereits schlafende Pilger wieder weckte, um sie umzuquatieren. Ein wenig übertrieben, wie ich finde!
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